Heute besichtigen wir das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Nachdem wir bedauerlicherweise feststellen müssen, dass die Wochenfahrkarten der VAG nicht für S-Bahn-Fahrten gelten, treffen wir uns vor dem Doku-Zentrum. Es folgt eine Besichtigung des Luitpoldhains, unter der Führung von Matthias Weiß, der unser Projekt begleitet. Im Dokumentationszentrum selbst ziehen wir zunächst auf eigene Faust los, erfahren jedoch im Anschluss noch viele interessante Fakten, die in dem Museum nicht ausgestellt werden, unter anderem auch über die Architektur des Gebäudes, die sich optisch vom Nazi-Unterbau abgrenzen soll. Ich empfinde die Gestaltung im Inneren des Gebäudes persönlich als sehr bedrückend. Dies ist der Effekt, der von dem Architekten zu erzeugen versucht wurde. Das ist ihm sehr gut gelungen, indem er beispielsweise die Räume sehr niedrig gestaltet hat. Ein weiterer wichtiger Gesprächspunkt ist die Aufarbeitung des Geschehenen in der Nachkriegszeit. Besonders sind wir dabei auf die Nürnberger Prozesse eingegangen, die – wenn auch mit einiger Verzögerung- ein wichtiger Faktor waren. Mit jenen werden wir uns am Mittwoch näher beschäftigen. In einem der beiden Seminarräume des Museums – mit perfekter Aussicht auf den Dutzendteich – teilen wir nach einer Diskussionsrunde über die entstandenen Eindrücke die Gruppen für die morgige Interviewaktion ein. Mittagessen, eine Runde Tretbootfahren, und schon geht es wieder zurück in den Seminarraum. Die Projekte rufen und eine Woche ist verdammt kurz!

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Felix Ullherr

 

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