Endlich sehen wir unsere ukrainischen Freunde wieder! Die Freude ist riesig, als sie aus dem Zug steigen und wir sie nach diesem aufregenden Jahr diesmal in Nürnberg willkommen heißen dürfen. Als erstes besuchen wir Andre Winkel in seinem Büro im Nürnberger Bauhof bei der Stadtverwaltung, wo unsere Freunde ihr Gepäck unterstellen können.

In einem interessanten Vortrag erklärt Andre Winkel die Barockarchitektur des Bauhofs und darauf besichtigen wir bei einem kleinen Stadtspaziergang historisch bedeutsame Orte. Zum Mittagessen gibt es ganz traditionell Nürnberger Bratwürste mit Kartoffelsalat, die allen sehr gut schmecken.

Hier berichten uns unsere Gäste aus Charkiw ausführlich über ihre persönlichen Erfahrungen in der Ostukraine und ihre Angst vor einem großen Krieg mit Russland. Nach dem Essen werden wir den Kunstbunker, einen Teil der Nürnberger Felsengänge in dem während des zweiten Weltkrieges bedeutsame Kunstschätze vor Zerstörung geschützt wurden. Von Hildegard Kempken wird uns erklärt, dass das Klima in dem ehemaligen Bierkeller optimal sei, da die konstante Temperatur und Luftfeuchtigkeit an den Bilder, Schnitzereien und Statuen keinen Schaden anrichten. Aber auch Schutzvorrrichtungen für die nicht mobilen Nürnberger Kunstwerke wird im Kunstbunker berichtet.

Es ist z.B. sehr interessant zu sehen, wie der schöne Brunnen komplett eingemauert wurde, um ihn vor alliierten Luftangriffen zu schützen. Leider regnet es sehr stark als wir den Kunstbunker verlassen, dass wir den geplanten Spaziergang mit Matthias Weiß über die Straße der Menschenrechte durch einen Kaffeebesuch ersetzen müssen. Da das Wetter aber besser werden soll, ist dieser Spaziergang nun für Dienstag geplant. Danach holen wir nur noch das Gepäck ab und haben Freizeit, die wir nutzen werden um aus Rio de Janeiro ein Fußballspiel zu schauen, an das wir uns alle wohl noch sehr lange erinnern werden…

Matthias Hippold

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